LANDKREIS. In der Staffel 2 der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 4 fiel das mit Spannung erwartete Spitzenspiel zwischen RW Cuxhaven und dem MTV Hammah aus. Dafür bestätigte Eintracht Immenbeck mit dem Sieg in Wiepenkathen die momentane Erfolgsphase nachhaltig.

Von Wolfgang Nitschke

Staffel 1

Grodener SV – FC Oste/Oldendorf 4:0. Bei Spitzenreiter Eintracht Cuxhaven kamen die FCer vor einer Woche arg unter die Räder. Der Besuch beim Tabellenzweiten Groden verlief wenig besser, denn die Gäste hatten zu keiner Phase auch nur die Spur einer Chance. Symptomatisch für den schwachen Auftritt: Groden trat mit einem 60-jährigen Torhüter an und der musste nicht einmal ernsthaft eingreifen. FC-Trainer Stefan Draack war entsetzt: „Derzeit herrscht bei mir Frust und Ratlosigkeit, da wir derart viele Defizite offenbaren, die in der Bezirksliga einfach nicht sein dürfen.“ Tore: 1:0 (10.) Grabowski, 2:0 (30.) Karo, 3:0 (39.) da Silva Oliveira, 4:0 (54.) Karo.

TSV Apensen – VSV Hedendorf/Neukloster II 2:0. Verdienter Derby-Erfolg für die TSVer, die speziell in der ersten Halbzeit stark auftrumpften und in dieser Phase auch die beiden siegbringenden Treffer markierten. Neben dem Doppeltorschützen Patrick Ermel heimste Abwehrspieler Christian Cordes ein Sonderlob ein. Coach Sönke Ungeheuer war zufrieden: „Spielerisch waren die ersten 45 Minuten die besten der bisherigen Saison, später haben wir den Vorsprung eher verwaltet.“ Die VSVer wollten nach ihrem ersten Saisonerfolg nachlegen, aber Trainer Sandy Wilhelm musste feststellen: „Den ersten Durchgang haben wir komplett verpennt und das war danach trotz Steigerung nicht mehr zu korrigieren.“ Tore: 1:0 (28.) Ermel, 2:0 (32.) Ermel.

FC Mulsum/Kutenholz – TSV Stotel 0:0. Die FCer wollten ihren Auswärtscoup in Groden mit einem Heimerfolg vergolden. Klappte nicht ganz, denn die Gastgeber mussten sich mit einem torlosen Remis begnügen. Hendrik Holst und Fabian Müller hatten dabei die besten Gelegenheiten für die FCer, deren Trainer Martin Gerken zusammenfasste: „Die Partie hatte letztlich keinen Sieger verdient, auf beiden Seiten war viel Stückwerk zu sehen und das Unentschieden geht so in Ordnung.“

Staffel 2

TSV Wiepenkathen – TSV Eintracht Immenbeck 0:2. Der TSV Wiepenkathen wollte auf eigener Anlage unbedingt das 1:8-Debakel gegen RW Cuxhaven wettmachen. Immenbeck hingegen plante, die 5:8-Niederlage aus dem Hinspiel zu korrigieren. Nach den 90 Minuten konnten die Gäste Vollzug melden, während die Minus-Serie der Gastgeber weiter anhält. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff das 0:1, als Philipp Raschke scharf nach innen passte, wo Nelson Eberstein freistehend einschob. In Durchgang zwei lagen die spielerischen Vorteile weiter bei der Eintracht, die aber bis zur letzten Minute warten mussten, ehe das erlösende 0:2 durch Tobias Schroeder fiel. Es war ein verdienter Erfolg der Immenbecker, die in Abräumer Jesse Höft und Abwehrspieler Till Müsing ihre stärksten Akteure besaßen. Trainer Michael Rump: „Ein gerechtes Ergebnis beim sechsten Sieg in Serie. Damit dürften wir gerüstet sein für die anstehenden Knaller gegen RW Cuxhaven und Hammah.“

Fadi Hamze (links) und Nico Speer sind in dieser Szene zusammengestoßen, als Hamze auf dem Weg in den Strafraum war. Elfmeter war das aber nicht. In der Szene danach klatschen beide lächelnd ab. Foto: Bröhan

Beim TSV Wiepenkathen vertrat der langjährige Coach Waldemar Meglin das fehlende Trainer-Duo Philipp Mencke/Nils Zielesniak, aber auch er konnte die dritte Niederlage in Folge nicht verhindern. Trotz allen Einsatzes: echte Torchancen hatten die Hausherren nicht zu bieten, so sehr sich auch Antreiber Nico Bardenhagen und Stürmer Heinrich Gurski bemühten. Von den Zeiten, als der Platz am Schwinger Ackerweg als schwer einnehmbare Festung galt, ist man momentan weit entfernt. Das musste auch Interimscoach Meglin anerkennen: „Insgesamt haben wir zu wenig Durchschlagskraft in der Offensive, richtige Gefahr konnten wir viel zu selten verbreiten.“ Besserung soll das kommende Wochenende bringen, wenn es auswärts zum MTV Bokel geht. Tore: 0:1 (44.) Eberstein, 0:2 (90.) Schroeder.

VfL Horneburg – MTV Bokel 2:6. Der Letzte hatte den Drittletzten zu Gast und obwohl Bokel zuvor alle Auswärtspartien verloren hatte, konnten die Horneburger nur bedingt mithalten. Immerhin gelangen zwei eigene Tore und Trainer Alexander Hettich bleibt geduldig mit der Mannschaft: „Uns ist klar, dass es an allen Ecken und Enden Probleme gibt, aber die Truppe ist bereitwillig und lässt sich trotz derber Niederlagen nicht hängen.“ Nächste Woche geht es zum FC Geestland, gegen den der bisher einzige Saisonsieg gelang. Tore: 0:1 (29.) Lehmkuhl, 0:2 (37.) Rademacher, 0:3 (45.) Bedürftig, 1:3 (53.) Tamcke, 1:4 (56.) Bedürftig, 1:5 (58.) Klawitter, 1:6 (84.) Lehmkuhl, 2:6 (88.) Cremer.

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